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Weder Kelten noch Römer haben in Gommiswald Spuren hinterlassen, so dass die Urbarisierung unseres Gebietes wohl durch die Alemannen erfolgte, die im 5. Jahrhundert aus dem Norden einwanderten. Die älteste Urkunde unserer Ortsgemeinde ist ein Siegelbrief vom Jahre 1448. Die zweitälteste Urkunde, die sich im Besitze der Ortsgemeinde befindet, stammt aus dem Jahre 1507.
Gommiswald gehörte ursprünglich zu Benken. Als der Hof Benken im 11. Jahrhundert dem Damenstift Schänis geschenkt wurde, gelangte auch Gommiswald in kirchlicher Beziehung unter dieses Kloster. In der Papsturkunde von 1178 lässt sich das Stift Schänis seine Zehntenrechte in Gommiswald (Goihaim) bestätigen. Dieses Zehntenrecht besass das Damenstift bis zum Jahre 1723. Anno 1500 trennte sich Gommiswald von der Mutterpfarrei Benken und wurde eine selbständige Pfarrei. Die engen Bindungen mit Schänis und Benken verhinderten jedoch nicht, dass Gommiswald in den Herrschaftsbereich der Grafschaft Uznach einbezogen wurde, die von 1190 an unter den Grafen von Toggenburg stand. Als 1436 der letzte Toggenburger Graf, Friedrich VII., starb, kam die Grafschaft Uznach an die Freiherren von Raron. Von 1469 – 1798 stand Gommiswald als einer der sieben Tagwen der Landvogtei Uznach unter der gemeinsamen Herrschaft der Stände Schwyz und Glarus. Als 1798 Schwyz und Glarus unter dem Druck der herannahenden Franzosen auf ihre Hoheitsrechte verzichteten, beschloss die Landsgemeinde der «Grafschaft Uznach» die Bildung eines eigenen Freistaates. Dies war von kurzer Dauer, und die alte Grafschaft Uznach ging im helvetischen Kanton Linth auf. Im Jahre 1803 wurde Gommiswald im neu konstituierten Kanton St. Gallen eine selbständige Gemeinde, der bis 1807 auch Ernetschwil angegliedert war. Bis 1913 trug das Dorf den Namen Gauen, während die gesamte Gemeinde als Gommiswald bezeichnet wurde.
Quelle: Gemeinde Gommiswald |
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